HAUSFÜHRUNG #21, Februar 2026

Einblick in das Gemäldedepot

Manfred Bartlings Portraits

Mit der 21. Hausführung, unserem Online Format, beschäftigen wir uns wie gewohnt mit Kunstwerken aus unseren Sonderausstellungen oder – wie in dieser Ausgabe – mit Werken aus unserer Sammlung:

Im Rahmen der Ausstellung „faces of mind“ widmet sich auch die parallel laufende Kabinettausstellung im Winter 2025/26 des Stifterraums dem menschlichen Kopf. Gezeigt werden Manfred Bartlings eindringlichen Portraits und Kopfabbildungen, die sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegen. Die ausgewählten Werke erforschen sowohl den menschlichen Geist als auch die rein abbildhafte Funktion eines Porträts.

Ausstellungsansicht Manfred Bartling im Stifterraum im Haus. Kunst. Mitte.

In reduzierten sowie expressiven Formsprachen entstehen Köpfe, die sowohl Identität festschreiben als auch innere Zustände sichtbar machen. Linien, Überlagerungen und fragmentierte Strukturen verdichten sich zu Gesichtern und Köpfen. Mit der Gegenüberstellung des Selbstporträts Bartlings und dem Bildnis seiner Frau der Lyrikerin Elisabeth Bartling werden hier die zwischenmenschlichen Beziehungen Bartlings als weitere thematische Ebene miteinbezogen.

Der ihm gewidmete Raum lädt dazu ein, die Vieldeutigkeit des Porträts neu zu entdecken: als Spiegel von Wahrnehmung, Erinnerung und Imagination, als Abbild oder als Fenster zum Inneren des Menschen.

Gezeigt werden fünf Ölgemälde sowie ein Tempara Gemälde Manfred Bartlings aus den Jahren 1951 bis 1968. Die Vitrine zeigt fünf Skizzen, gesammelt aus den Skizzenbüchern Manfred Bartlings, welche zwischen 1960 und 1989 entstanden sind.

Die Sonderausstellung „faces of mind“ ist eine Initiative der PECADI-Kunststiftung von Dr. Carmen und Dietmar Peikert, deren Sammlung den Kern der Ausstellung bildet.