Bodies that Speak

Künstlerinnen in Berlin seit 1990

September bis Dezember 2026

Herbst 2026 präsentiert HAUS. KUNST. MITTE. 20 Künstlerinnen*, die seit den 1990er-Jahren in Berlin leben und arbeiten. Im Zentrum steht der Körper als vielstimmiges Ausdrucksmedium für Identität, Widerstand und gesellschaftliche Positionierung. Als eines der ältesten und zugleich aktuellsten Motive der Kunst ist der Körper bis heute politisch aufgeladen – insbesondere in der künstlerischen Praxis von Frauen*, die hinterfragen, wessen Körper sichtbar sind, welche Geschichten erzählt werden und wie sich dominante, männlich geprägte Blickregime verschieben und neu definieren lassen.

Im Spannungsfeld von Gender, Digitalisierung, Migration und Selbstoptimierung verhandeln die Werke Fragen von Sichtbarkeit und Macht. Porträts und Selbstporträts im digitalen Zeitalter, kritische Perspektiven auf sexualisierte KI-Bildproduktionen sowie neue Lesarten von Geschlecht und Identität eröffnen differenzierte Zugänge zum Körper als Projektions- und Resonanzraum unserer Gegenwart.

Die Ausstellung vereint vier Generationen und unterschiedliche Medien – von Malerei und Skulptur über Mixed Media, Installation, Fotografie und Film. Sie zeigt Kontinuitäten und Brüche in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Körperbildern seit 1990 und setzt ein klares Zeichen gegen die fortwährende Unterrepräsentation von Künstlerinnen* in Museen und im Kunstmarkt.

Berlin als internationales Zentrum bildet den idealen Rahmen. Die beteiligten Künstlerinnen* stammen aus unterschiedlichen Ländern und spiegeln globale Erfahrungen von Zugehörigkeit und Transformation.